Tennisarm

Der sogenannte Tennisarm ist als Begriff vermutlich den meisten Menschen bekannt. Was sich dahinter jedoch genau verbirgt, wird erst dann wirklich relevant, wenn man selbst von dieser Erkrankung betroffen ist. Der Tennisarm ist mit massiven Schmerzen und mit Einschränkungen der Beweglichkeit des Armes verbunden, was die Bewältigung des Alltags deutlich erschweren kann.

Auf dieser Seite erfahren Sie, worum es sich bei einem Tennisellenbogen handelt, wie dieser entsteht und was Sie tun können, um die Schmerzen effektiv zu lindern. Das Auromedicum verfolgt einen ganzheitlichen Behandlungsansatz, der zum Ziel hat, Sie als gesamten Organismus zu verstehen und Ihre Behandlung nicht auf einzelne Symptome zu reduzieren.


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Was ist ein Tennisarm genau?

Der Tennisarm (medizinisch Epicondylitis humeri radialis genannt) ist eine Erkrankung, die die Sehnen bestimmter Muskeln des Unterarms betrifft. Genauer gesagt handelt es sich dabei um die Sehnen der Streckmuskulatur (sog. Extensoren) im Bereich des äußeren Ellenbogens. Häufig wird vom Laien angenommen, dass der Tennisarm eine Entzündung darstellt. Bei einem Tennisarm handelt es sich jedoch nicht zwangsläufig um eine Entzündung. Die primäre Erkrankung ist nicht entzündlich bedingt. Lokale Entzündungsprozesse können jedoch im Verlaufe der Epicondylitis hinzutreten.

Eine eng mit der Epicondylitis verwandte Erkrankung ist der sog. Golferellenbogen. Dabei sind die Gegenspieler der Streckmuskualtur, also die Beugemuskeln (Felxoren), betroffen. Golferellenbogen und Tennisarm unterscheiden sich also in der Lokalisation des Schmerzes. Beim Tennisarm ist die Außenseite des Ellenbogens betroffen, während es beim Golferellenbogen zu Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens kommt. Bei beiden Erkrankungen, Tennisarm und Golferellenbogen, handelt es sich um Tendinopathien (die Sehnen von Muskeln betreffende Krankheiten).


Wie kommt es zu einer Epicondylitis?

Die Sehnen der Streckmuskulatur sind über einen Knochenvorsprung mit dem Skelett des Armes verbunden. Die Schmerzen beim Tennisarm treten genau an dieser Verbindungsstelle auf. Sie entstehen vor allem dann, wenn die entsprechende Muskulatur überansprucht ist und es zu kleinen Verletzungen und Einrissen kommt. Diese Mikroverletzungen entstehen vor allem dann, wenn das Gewebe nicht mehr uneingeschränkt regenerationsfähig ist und gleichzeitig noch starker Beanspruchung ausgesetzt ist. Demzufolge tritt der Tennisarm gehäuft in mittleren Altersgruppen (35-50 Jahre) auf.

Verschiedene Bewegungsarten sind charakteristisch für die Entstehung eines Tennisarms. Namensgebend ist es selbstredend das Tennisspielen, aber auch Aktivitäten wie Gartenarbeit oder häufiges Tippen am Computer können zu einem Tennisarm führen. Jedoch ist nicht nur die übermäßige Belastung verantwortlich dafür, dass ein Tennisarm entsteht. Auch die falsche Technik beim Ausführen der jeweiligen Aktivität begünstigt eine Epicondylitis.

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Welche Symptome sind typisch für den Tennisarm?

Das Hauptsymptom beim Tennisarm sind die charakteristischen Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Der Schmerz bei der Epicondylitis wird typischerweise als Druckschmerz beschrieben. Die Schmerzen treten vermehrt bei Bewegungen (vor allem solche, die eine Streckung der äußeren Unterarmmuskulatur bedeuten) auf und können von Schwellungen an der betroffenen Stelle begleitet werden.

Aufgrund der Symptomatik ist es den betroffenen Personen meist nicht möglich, eine komplette Streckung des Ellenbogengelenks zu erreichen. Hinzu kommt, dass auch der Faustschluss und das feste Zugreifen mit der Hand erschwert sein können.

Schmerzende Ellenbogen: Was Sie sofort tun können

Sollten Sie genau diese Symptomkonstellation bei sich bemerken, dann gibt es bereits erste Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Symptomatik zu lindern. Das Allerwichtigste im Anfangsstadium ist, den überanspruchten Sehnen eine Ruhepause zu geben, damit sich das verletzte Gewebe wieder etwas erholen kann.

Das heißt, dass vor allem die Aktivitäten vermieden werden sollten, bei denen der Schmerz vermehrt auftritt. Sport, der sich auf den Ellenbogen auswirkt, und eine Überlastung provozierende Arbeit sowie Freizeitaktivitäten sollten also im Anfangsstadium unbedingt unterlassen werden.

Außerdem ist die Kühlung des Ellenbogens ratsam, um etwaige Entzündungsprozesse zu verlangsamen oder gar zu verhindern. Dies sind jedoch nur erste Maßnahmen. Eine dauerhafte Immobilisation des Ellenbogens ist nicht zu empfehlen. Welche längerfristigen Therapieansätze es gibt, wird im weiteren Verlauf dieser Seite beschrieben. Bei länger auftretenden Schmerzen sollte also unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.


Wie kann man einen Tennisarm diagnostizieren?

Eine möglichst genaue Diagnose ermöglicht den bestmöglichen Therapieansatz. Ein erster Verdacht auf einen Tennisarm kann bereits beim Hausarzt geäußert werden. Die klassische Kombination aus Patientengespräch (Anamnese) und körperlicher Untersuchung kann bereits deutliche Hinweise auf eine Epicondylitis erbringen. Bei der Untersuchung kann beispielsweise in häufigen Fällen eine klassische Schonhaltung beobachtet werden. Hinzu kommen verschiedene körperliche Tests, die bei einem positivem Ergebnis auf einen Tennisarm hindeuten.

Hierzu gehört beispielsweise, dass Sie darum gebeten werden, mit ausgestrecktem Arm eine Kaffeetasse vor sich zu halten. Kommt es hierbei an der entsprechenden Stelle zu Schmerzen, dann liegt die Diagnose Epicondylitis nahe.

Richtige Diagnose bei Tennisellenbogen: Wichtige Schritte zur Genesung

Die abschließende Diagnose sollte jedoch idealerweise durch einen Facharzt für Orthopädie gestellt werden. Auch hier sind Anamnese und klinisch-körperliche Untersuchung wichtige Grundlagen. Weiterführende Untersuchungsmethoden wie Röntgen, MRT (Magnetresonanztomografie) oder ein Ultraschall können eingesetzt werden, um andere Ursachen für die Schmerzen im Ellenbogen auszuschließen.

Da das Auromedicum einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgt, werden auch andere Diagnosemethoden eingesetzt, die gezielt die anderen Körperteile untersuchen, die mit dem Tennisarm in Verbindung stehen könnten. Hierzu zählt die Vermessung der Wirbelsäule. Wie bereits beschrieben, kann eine ungünstige Technik beim Ausführen von sportlichen oder alltäglichen Aktivitäten zur Entstehung eines Tennisellenbogens beitragen.

Diese ungünstige Technik wird jedoch nicht selten durch Fehlhaltungen und anatomischen Gegebenheiten begleitet, die sich auf die Wirbelsäule beziehen. Die genaue Untersuchung der Wirbelsäule als Grundgerüst des Körpers und die entsprechende Behandlung bei Bedarf kann also auf den gesamten Körper einen positiven Effekt haben.

Ähnlich verhält es sich bei der sog. EMG (Elektromyografie). Hierbei wird die Leitfähigkeit der Muskulatur und damit auch die Muskulatur versorgenden Nerven gemessen. Bei der Epicondylitis handelt es sich um eine im weitesten Sinne die Muskulatur betreffende Erkrankung. Die Funktion der Muskulatur genau zu kennen, kann also hilfreich sein, um andere Erkrankungen zu erkennen, die ähnliche Symptome wie der Tennisarm aufweisen oder um die Epicondylitis effektiv und effizient zu behandeln.

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Die Diagnosemethoden eines Tennisarms zusammengefasst:

  • Anamnese und klinisch-körperliche Untersuchung
  • Spezifische körperliche Tests
  • Bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT, Ultraschall)
  • 4D-Wirbelsäulenvermessung
  • Elektromyographie (EMG)

Wie lässt sich ein Tennisarm am besten behandeln?

Aufbauend auf die präzise Diagnosestellung kann ein entsprechender Therapieplan erstellt werden. Wie bereits erwähnt, ist die wichtigste Therapiemaßnahme im Anfangsstadium der Erkrankung die Schonung der Muskulatur und damit deren Sehnen. Entzündliche Prozesse treten ebenfalls häufig eher am Anfang dieser Erkrankung auf. Das Kühlen der schmerzenden Region verspricht also vor allem bei geringer Latenz zwischen dem erstmaligen Auftreten der Schmerzen und dem Beginn der Kühlung Erfolge.

Der Entzündung kann jedoch auch auf medikamentöser Ebene entgegengesteuert werden. Der gezielte Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten kann im Einzelfall erwogen werden. Diese können sowohl in Tablettenform als auch als lokale Injektionen verabreicht werden. Um die Muskulatur effektiv zu schonen, kann auch der zeitweise Einsatz einer Schiene angedacht werden.

Ein wichtiger Schritt in der Therapie, der sich an das Initialstadium anschließt, ist die durch Physiotherapie unterstützte Aktivierung der betroffenen Muskulatur. Dies geschieht genau in dem Rahmen, den die Muskulatur und deren Sehnen tolerieren und somit zu einer langfristigen Stabilisierung und Ausheilung verhilft.

Extrakorporale Stoßwellentherapie und Triggerakupunktur: Heilungsunterstützung bei Tennisellenbogen

Im Auromedicum kommen weitere Behandlungsmethoden hinzu, die den Heilungsprozess beschleunigen und verbessern können. Die extrakorporale Stoßwellentherapie ist ein schonendes Therapieverfahren, das die Auflockerung der Muskulatur und die Durchblutungsförderung im betroffenen Areal zum Ziel haben. Durch die erhöhte Durchblutung wird der Heilungsprozess unterstützt, da entsprechende biochemische Boten- und Baustoffe besser an ihr Ziel gelangen und gleichzeitig Abfallprodukte des Stoffwechsels effektiver abtransportiert werden können.

Auch die Triggerakupunktur kann zur Behandlung eines Tennisellenbogens eingesetzt werden. In der Muskulatur gibt es häufig knotige Verspannungen, die einen großen Effekt auf den Rest des jeweiligen Muskels haben können.

Durch die Triggerakupunktur werden gezielt diese knotigen Verspannungen angesprochen und gelöst, was zur Wiederherstellung der normalen Funktion des Muskels führt.

Die Dauer der Behandlung variiert stark von Fall zu Fall. Vor allem entscheidend ist die Dauer, seit der der Tennisellenbogen bereits besteht. In vielen Fällen reicht eine rein konservative Behandlung der Beschwerden aus. In besonders schwierigen Fällen kann jedoch eine Operation nötig sein, um das Beschwerdebild zufriedenstellend zu lindern.

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Die Therapiemaßnahmen eines Tennisellenbogens zusammengefasst:

  • Schonung und Kühlung im Anfangsstadium
  • Gezielter Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten
  • Physiotherapie zur schonenden Kräftigung der Muskulatur
  • Extrakorporale Stoßwellentherapie zur Förderung des Heilungsprozesses
  • Triggerakupunktur zur Funktionserhaltung der Muskulatur
  • Operation als Ultima Ratio

Wie kann man einem Tennisarm präventiv entgegenwirken?

Erfreulicherweise gibt es einige Ansätze, mit denen man die Wahrscheinlichkeit einer Epicondylitis verringern kann. Wichtig vor sportlicher Aktivität ist das gewissenhafte Aufwärmen der Muskulatur und das Dehnen der Sehnen. Durch die schonende Aktivierung der Muskulatur werden Mikrotraumata vermieden. Ähnlich verhält es sich mit der Technik des jeweiligen Sports. Erkundigen Sie sich bei Trainerinnen und Trainern oder während einer Physiotherapie, wie die jeweilige Technik am besten auszuführen ist.

Am Arbeitsplatz ist es wichtig, für ein ausreichend ergonomisches Arbeiten zu sorgen. Der Einsatz einer ergonomischen Tastatur und Maus kann bereits ausreichen, um eine Überlastung der Sehnen während der Arbeit zu verhindern. Egal ob am Arbeitsplatz oder beim Sport ist es ratsam, regelmäßige und ausreichend lange Pausen einzulegen. Vor allem dann, wenn bereits erste Ermüdungserscheinungen spürbar sind.

Die Präventionsmaßnahmen eines Tennisarms zusammengefasst:

  • Richtige Technik beim Sport
  • Aufwärmen und Dehnen vor sportlicher Aktivität
  • Regelmäßige Pausen
  • Einrichten eines ergonomischen Arbeitsplatzes

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